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Nordzulauf

  Nordzulauf zum Brenner Basistunnel
     
  Nordzulauf (D)












 
 

Der Nordzulauf zum Brenner Basistunnel auf deutschem Staatsgebiet verläuft von München über Rosenheim bis zur Staatsgrenze nach Kiefersfelden. Mit großem Aufwand hat die Deutsche Bahn in den vergangenen Jahren diese Verbindung modernisiert und auf einen zeitgemäßen Stand der Technik gebracht. Unter anderem wurde in Rosenheim ein elektronisches Stellwerk eingerichtet, welches die gesamte Strecke von Grafing bis an die Staatsgrenze bei Kufstein und bis Prien im Gleiswechselbetrieb steuert.

Die weitere Entwicklung der Strecke orientiert sich an den Kapazitätserfordernissen, die sich durch die laufenden Arbeiten an der Brennerachse ergeben. Im Gleichklang mit den Ausbauaktivitäten in Österreich und Italien ist auch in Deutschland der weitere Streckenausbau vorgesehen. Vorbereitend wurde das Projekt „ABS München – Rosenheim – Kiefersfelden – Grenze D/A“ in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Nach Abschluss einer verbindlichen Vereinbarung mit Österreich und der Umsetzung verschiedener vorbereitender Arbeitsschritte ist ein verbindlicher Ausbau der deutschen Streckenabschnitte möglich.

 

  Nordzulauf zum Brenner Basistunnel (A)


 

 

Der Nordzulauf zum Brenner Basistunnel zwischen München und Innsbruck hat eine Länge von 164 Kilometer. Das Teilstück mit der geringsten Kapazitätsreserve ist der Abschnitt Kundl – Baumkirchen im Tiroler Unterinntal. Hier überlagert sich der Nord – Süd-Eisenbahnverkehr der Brennerachse mit dem österreichischen Ost – West-Verkehr. Vier Gleise verjüngen sich im Abschnitt Wörgl - Innsbruck zu einer zweigleisigen Strecke, die schon jetzt weitgehend ausgelastet ist. Mehr als 300 Züge fahren an einem durchschnittlich stark belasteten Werktag durch diesen Streckenabschnitt.

Seit 2003 laufen die Hauptbaumaßnahmen zur Ertüchtigung des rund 40 Kilometer langen Streckenabschnittes. Bis 2011 investiert die Brenner Eisenbahn Gesellschaft 1,8 Milliarden Euro zum Ausbau der Strecke auf einen 4-gleisigen Querschnitt. Der Schutz der Umwelt und aufgrund der beengten Platzverhältnisse hat sich die Planung für eine weitgehend unterirdische Trassierung der Neubaustrecke entschieden. 80 Prozent werden als Tunnels, Wannen, Unterflurtrassen oder als Galerie ausgeführt. Die Kapazität der Bahn wird sich durch die Fertigstellung im Bereich Kundl – Baumkirchen auf mehr als 550 Züge pro Tag erhöhen.

Die Planungen für den zweiten Ausbauschritt auf zwischen Kundl und Brannenburg in Bayern hat die BEG im Herbst 2005 gestartet. Erster Arbeitsschritt ist die Aktualisierung der der Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 1993.

     
 
    
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