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Baustelle im Unterinntal ist jetzt 18,4 km lang

Zug um Zug nimmt die BEG den Bau der neuen Unterinntalbahn in Angriff. Von insgesamt zehn Hauptbaumaßnahmen ist Anfang März 2005 die vierte an den Start gegangen. In den Gemeinden Fritzens und Baumkirchen östlich von Innsbruck baut die BEG ab sofort bis Ende 2009 eine 5,3 Kilometer lange Unterflurstrecke.

  Baustelle im Unterinntal ist jetzt 18,4 km lang
     


 
 

Zug um Zug nimmt die BEG den Bau der neuen Unterinntalbahn in Angriff. Von insgesamt zehn Hauptbaumaßnahmen ist Anfang März 2005 die vierte an den Start gegangen. In den Gemeinden Fritzens und Baumkirchen östlich von Innsbruck baut die BEG ab sofort bis Ende 2009 eine 5,3 Kilometer lange Unterflurstrecke.

Bau der Unterflurstrecke Unterflurstrecke bedeutet, dass die Bahn unterirdisch im Talboden liegt.

Nach Abschluss der Arbeiten wird man in diesem Bereich nicht mehr erkennen, dass im Untergrund eine moderne 2-gleisige Eisenbahnstrecke verläuft. Der Schutz der unmittelbaren Anrainer vor zusätzlichem Lärm, die beengten Platzverhältnisse im Inntal sowie die für den weiteren Ausbau ungeeigneten Trassierungsverhältnisse der bestehenden Bahn waren Hauptgründe für die nun vorliegende Planung.

In der Umsetzung haben die ausführenden Firmen eine Vielzahl von Herausforderungen zu meistern.  Der Einbau des Tunnels in den feuchten und lockeren Untergrund erfordert den Aushub von bis zu 17 Meter tiefen Baugruben. Abschnitte des Tunnels werden unter Druckluft in Deckelbauweise hergestellt. Bei der Unterquerung des Bahnhofes Fritzens gelangt ein „Düsenstrahlverfahren“ zur Ausführung. Dabei festigen vorauseilende Betoninjektionen den Boden.
 

    
  


Durchschlag in Brixlegg

Besonders weit gediehen sind die Arbeiten am 4,2 Kilometer langen Tunnel Brixlegg. Obwohl der Vortrieb erst Ende Juni 2004 angelaufen ist, haben die Mineure bereits Mitte Februar den Durchschlag gefeiert. Möglich wurde diese enorme Leistung durch den Bau an fünf Vortrieben gleichzeitig. Allein im Oktober ist der Tunnel um 900 Meter gewachsen.

Tunnel Vomp – Terfens

Bereits seit November 2003 wird am 7,6 Kilometer langen Tunnel Vomp – Terfens gebaut. Hier beeindruckt vor allem der 200 Quadratmeter große Querschnitt auf einer Länge von 2,5 Kilometer. Mehr als 5 Kilometer Tunnel sind hergestellt und der Innenausbau ist angelaufen. Berücksichtigt man auch die Galerie Terfens, so sind die im Bau befindlichen Abschnitte der neuen Unterinntalbahn 18,4 Kilometer lang.

Erster Ausbauschritt

Der von der BEG derzeit bearbeitete erste Ausbauschritt erstreckt sich über 40 Kilometer. Bis Ende 2004 hat die BEG für den Bau vertraglich bereits 700 Millionen Euro gebunden und 356 Millionen Euro an die ausführenden Firmen ausbezahlt. Insgesamt sind für das laufende Projekt 1,8 Milliarden Euro veranschlagt.

Die Trassierung der Strecke erlaubt einen Schienenverkehr mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h. Drei Verknüpfungsstellen sind für den Verkehrsaustausch mit der bestehenden Bahn vorgesehen. 80 Prozent der gesamten Strecke liegen in Tunnels, Wannen und Unterflurtrassen. Mit einer Baufertigstellung ist Ende 2011 zu rechnen.


 

  
     
 
    
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