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Neue Strukturen für die Arbeit am Basistunnel

Für den Bau des Brenner Basistunnels wurde eine der ersten „Societas Europaea – Europäische Gesellschaft“ gegründet.

  Neue Strukturen für die Arbeit am Basistunnel
     
  Für den Bau des Brenner Basistunnels wurde eine der ersten „Societas Europaea – Europäische Gesellschaft“ gegründet.
     


 
 

Am 16. Dezember 2004 ist für das Projekt Brenner Basistunnel ein neues Zeitalter angebrochen.
Mit der Eintragung der Brenner Basistunnel SE in das Firmenbuch wurde nach monatelanger Vorbereitung eine Aktiengesellschaft von „europäischem Format“ auf die Füße gestellt. Die Gründung der BBT SE ist eine wichtige Vorraussetzung zur Abwicklung des grenzüberschreitenden Infrastrukturprojektes „Brenner Basistunnel“.

Die rechtliche Konstruktion ermöglicht zum Beispiel jederzeit die Aufnahme neuer Gesellschafter. Damit ist auch eine direkte Beteiligung von Gebietskörperschaften und privatem Kapital möglich. Eigentümer der BBT SE sind die italienischen Staatsbahnen RFI zu 50 % und die Republik Österreich und das Land Tirol zu jeweils 25 %.

Der Beschluss zur Gründung der BBT SE ist mit dem Abkommen zwischen Italien und Österreich vom 30. April 2004 gefallen. Die zu diesem Zeitpunkt bestehende Projektorganisation BBT EWIV, die ereits die erste lanungsphase erfolgreich abgeschlossen hat, wurde von zwei eigens dafür gegründeten nationalen Aktiengesellschaften übernommen. Mit Inkrafttreten des Ausführungsgesetzes zur europäischen SE Verordnung im Oktober 2004 ist das Verfahren zur Verschmelzung der beiden AG‘s in eine „Societas Europaea“ angelaufen.



Gianluigi De Carlo 

Hans Lindenberger
       
 

Hans Lindenberger und Gianluigi De Carlo sind die Vorstandsdirek-toren der neuen BBT SE. Beide verfügen über jahrelange Erfahrungen mit dem Projekt Brenner Basistunnel. Lindenberger
hat als verantwortlicher Projektmanager bereits die Südumfahrung Innsbruck sowie die Baureifmachung für den ersten Ausbauschritt
im Unterinntal abgewickelt. De Carlo ist RFI-Experte für Betriebsführung und hat das Basis-tunnelprojekt in der Koordinationsplattform der Bahnen jahrelang begleitet..

 


„Quick Start“ für den Basistunnel • Die Idee des Quick Start dient zur verstärkten Förderung der wichtigsten Infrastrukturprojekte Europas. Wesentlicher Vorteil eines Quick Start liegt darin, dass wichtige Vorarbeiten vorgezogen gebaut werden können.
Noch während die Genehmigungsverfahren für den Tunnel laufen wird die Grundlage für einen raschen Projektfortschritt geschaffen. Der Brenner Basistunnel kann durch einen Quick Start bis zu zwei Jahre früher fertig gestellt werden.


 


Die derzeit durchgeführte Planungsphase II kostet voraussichtlich 90 Millionen Euro. Davon übernimmt die europäische Kommission rund 45 Millionen Euro als Förderbeitrag. Der Sitz der SE ist gemäß dem zwischenstaatlichen Abkommen während der Planungsphase in Innsbruck mit einer Zweitniederlassung in Bozen und während der Bauphase bis zur Inbetriebnahme des Tunnels in Bozen mit einer Zweitniederlassung in Innsbruck. Nach der Inbetriebnahme des Tunnels wird die Gesellschaft ihren Sitz in Innsbruck haben. Insgesamt befassen sich heute 35 SE-Mitarbeiter mit dem Projekt.

 

     
 
    
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