Verkehrspolitik und Infrastruktur
| Verkehrspolitik und Infrastruktur | ||||||
| Die Debatte hat schon vor Jahrzehnten begonnen und ist immer noch aktuell. Gekämpft wird um jede Stimme am „Meinungsmarkt“. Die Umweltschützer sagen: „Bahnbau ist zwecklos! Zuerst müssen Regeln für die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene her!“ Der Verkehrspolitiker hält dagegen: „Wir müssen viele Interessen vertreten, die der Anrainer und der Wirtschaft. Wir brauchen leistungsfähige Verkehrssysteme und müssen auch über unsere Landesgrenzen hinausschauen. Ohne Abstimmung mit den Partnern in der EU ist langfristig jede Regelung zum Scheitern verurteilt“. Tatsache ist, dass der Aus- und Neubau von Schieneninfrastruktur viele Jahre in Anspruch nimmt. Von der Projektidee bis zur Betriebsaufnahme können 15 Jahre und mehr vergehen. Komplexe Verfahren und umsichtige Planung sichern sowohl die Einbindung von Bürgern und Behörden als auch ein technisch einwandfreies Produkt. Nur wenn die Wirtschaft ein zeitgemäßes System verschiedener Verkehrsträger vorfindet kann sie ihre Transportaufgaben sowohl kosten-günstig als auch umweltgerecht abwickeln. Die Verkehrspolitik wiederum braucht die modernen Infrastrukturen, um aktiv in die Gestaltung der Verkehrsströme eingreifen zu können. Die Marschrichtung für den Brennerverkehr ist somit klar, sie erfordert eine Partnerschaft von Verkehrspolitik, Wirtschaft, Anrainern und Projekt-gesellschaften: Nur mit zusätzlichen Kapazitäten auf der Schiene kann die Politik Rahmenbedingungen schaffen, die den Bedürfnissen aller vom Thema Brennerverkehr Betroffenen gerecht werden.
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