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Der Brennerkorridor und die Infrastruktur

    Der Brennerkorridor und die Infrastrukturlösungen
         


 

Im April 2006 hat die Autonome Provinz Trient Experten und die breite Öffentlichkeit zu einer Fachkonferenz über den Brennerkorridor in den Palast der Region in Trient geladen. Ziel der Veranstaltung war, die bereits erzielten Fortschritte bei Planung und Bau der neuen Eisenbahnachse Brenner öffentlich zu diskutieren und mit den Anrainern der Zulaufstrecke einen gemeinsamen konstruktiven Austausch zu ermöglichen. Lorenzo Dellai, Präsident der Autonomen Provinz Trient und Präsident der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn sagte in seiner Eröffnungsrede: „Wir möchten die Diskussion über die Brennerachse stimulieren. Die gute Arbeit auf nationaler und internationaler Ebene haben wir als Ausgangspunkt. Der Bau des Basistunnels erfordert in den kommenden Jahren eine realistische Planung der Abschnitte des Südzulaufes, die auf Umwelt, Raumordnungsfragen und die Entwicklung der Städte Rücksicht nimmt.“

In der weiteren Diskussion kam deutlich zum Ausdruck, dass der Brenner nicht nur die am meisten belastete alpenquerende Verkehrsachse ist, in den vergangenen Jahren waren auch die Verkehrszuwächse überwiegend am Brenner zu beobachten. Im Hinblick auf die Unterstützung der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn für die Eurovignette waren die Ausführungen von Oliver Silla von der EU-Generaldirektion für Verkehr besonders aufschlussreich: Zusätzliche Einnahmen von bis zu 50 Millionen Euro jährlich können durch die Neuregelung der Maut für Straßentransporte zum Ausbau der Bahn erzielt werden. Allerdings fordert die Europäische Union 100%ige Interoperabilität, ein „globales“ Ausbau- und Betriebs- führungs konzept sowie die Verbesserung der Effizienz der Verlade- und Umschlagterminals.

     
 
       
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