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Grünes Licht für Tunnelbohrmaschine im Erkundungsstollen

    Grünes Licht für Tunnelbohrmaschine im Erkundungsstollen
   
”Dieses Projekt hat einen außerordentlichen symbolischen Wert. Es ist ein Projekt des Friedens, der europäischen Integration und der Modernisierung.”


Giorgio Napolitano
Italienischer Staatspräsident




 

Mit diesen Worten startete der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano offiziell die Arbeiten am ersten Erkundungsstollen für den Brenner Basistunnel, der zwischen Mauls und Aicha in der autonomen Provinz Bozen gegraben wird. Die Zeremonie zur Eröffnung der Baustelle für den Brenner Basistunnel fand am 28. April 2008 unter Teilnahme der lokalen Behördenvertreter und der Spitzenvertreter der italienischen Staatseisenbahn
statt. “Herr Präsident, Ihre Anwesenheit zeigt, dass sich Italien der Bedeutung seiner Investitionen in den Bahnverkehr bewusst ist.”, so der Geschäftsführer der Ferrovie dello Stato, Mario Moretti. “Der neue Brennertunnel ist ein unverzichtbares Werk, wenn man den Verkehr auf die Schiene verlagern und dadurch die Alpen von einer großen Belastung befreien will”. Gemeinsam drückten der Geschäftsführer der italienischen Staatseisenbahn und Staatspräsident Napolitano auf den Knopf, der die enorme, in den Farben der italienischen und österreichischen Fahne lackierte Tunnelbohrmaschine in Bewegung setzte. Die mächtige Maschine ist 134 Meter lang und hat eine Vortriebskapazität von 36 Meter pro Tag.

Nach der Fertigstellung könnte ein wesentlicher Teil des Güterverkehrs durch den Brenner Basistunnel fließen. Jedes Jahr werden 50 Millionen Nettogütertonnen über den Brenner transportiert, davon 36 Millionen auf der Straße und nur 14 Millionen auf der Schiene. “Wir sind ein Transitland für Millionen von Personen”, erinnerte Luis Durnwalder, Landeshauptmann der Provinz Bozen. “Unsere Bevölkerung kann nicht kontinuierlich durch die Umweltbelastung gestört werden. Wir müssen etwas unternehmen, um den Schwerverkehr auf die Schiene zu verlagern, deshalb haben wir
gut daran getan, das Projekt Brenner Basistunnel voranzutreiben.  Es sind noch einige Probleme zu lösen, u. a. die Frage der Finanzierung”.

 


Genauso entschlossen äußerte sich Lorenzo Dellai, Landeshauptmann der Provinz Trient: “Heute konkretisiert sich der große Traum des neuen Brennerkorridors, ein bedeutendes Werk für Umwelt, Wirtschaft und Kultur. Es wird keine Kathedrale in der Wüste sein, denn es wird auch die südliche Zulaufstrecke von Franzensfeste bis Verona ausgebaut. Es wird kein zweites Val di Susa sein, denn es gibt bereits einen offenen Dialog mit der Öffentlichkeit.” Der Brenner Basistunnel zwischen Innsbruck und Franzensfeste wird 55 Kilometer lang sein. Verantwortlich für die Planung und den Bau ist die europäische Brenner Basistunnel Gesellschaft (BBT SE), mit 50 %iger Beteiligung auf italienischer Seite durch Tunnel Ferroviario del Brennero (83 % Rete Ferroviaria Italiana; 6 % autonome Provinz Bozen, 6 % autonome Provinz Trient und 5 % Provinz Verona); auf österreichischer Seite gehören 25 % der Republik Österreich und 25 % dem Land Tirol.

Ebenfalls ausgebaut wird die südliche Zulaufstrecke zum Basistunnel. Dazu gehören die Umfahrung Trient und der Eisenbahnknoten Verona. “Der europäische Korridor I”, so schloss Mauro Moretti,“ ist das Rückgrat des gesamten Transportsystems unseres Kontinents. Es ist die wichtigste Verbindung zwischen Nord- und Südeuropa, die sich mit einem Großteil der Ost-West-Verbindungen kreuzt”.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     
 
       
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