|
|
|
Nach Unterzeichnung am 26. Februar 2007 des Abkommens zwischen der autonomen Provinz Trient und der italienischen Bahngesellschaft RFI über die Vorplanung des prioritären Abschnitts der Umfahrung von Trient und Rovereto und nach Durchführung der Machbarkeitsstudie für den restlichen Trentiner Anteil an der neuen Bahnlinie Verona– Brenner, wurde eine gemischte Projektgruppe eingerichtet und mit der Ausarbeitung der Planung beauftragt. Der Gruppe gehören die Führungskräfte der zuständigen Abteilungen der Trienter Landesverwaltung und das RFI-Büro in Verona an. Die Koordinationübernimmt der Leiter des Sonderprojekts für die Brennerbahn und für die Entwicklung der Intermodalität.
Bei den ersten Sitzungen wurde das Arbeitsprogramm abgestimmt und verschiedene vorbereitende Studien und Untersuchungsprojekte angeregt. Diese sind notwendig, um die Haupttrasse festzulegen und mit einigen alternativen Varianten zu vergleichen, welche die Trentiner Landesregierung im Zuge der Umweltverträglichkeitsprüfung im Jahr 2003 vorgeschlagen hat.
Die Studie für eine neue Streckenführung
Die neue Bahnlinie soll auf der linken Seite des Etschtales verlaufen, überwiegend im Tunnel. Es sollen nur jene Abschnitte frei liegen, die notwendig sind, um die Verbindung zur Bestandsstrecke Verona-Brenner herzustellen und um die höchstmögliche Sicherheit im Bahnbetrieb bei geringster Schädigung von Landschaft und Umwelt sicherzustellen.

In diesem Zusammenhang wurden spezielle Beratertätigkeiten aktiviert, um die notwendigen Informationenüber die von der neuen Bahnlinie betroffenen geologischen Zonen, die hydrogeologischen Gegebenheiten, die Interferenz mit Naturschutzgebieten, anderen Infrastrukturnetzen und größeren Ortschaften einzuholen.
Auch die Themen Tunnelsicherheit, Durchquerung potentiell belasteter Gebiete und Umweltauswirkung der neuen Infrastruktur werden untersucht. Die technischen Planungen werden durch Studien zur Sicherung des Landschaftsbildes ergänzt. Die darin ausgearbeiteten Empfehlungen dienen als Leitlinien, die eine umweltfreundliche Trassierung im dicht besiedelten Talbereich sichern. Es müssen alle notwendigen Projektentscheidungen getroffen werden, so dass im Frühjahr kommenden Jahres die Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden kann. Sie bildet neben einer offenen Projektkommunikation die Grundlage für die definitive Festlegung des Trassenverlaufes und der dafür am besten geeigneten Baumethoden.
|