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"transfer" 01|2009 – Der Ausbau im Unterinntal

  Der Ausbau im Unterinntal

 
 

,Im Frühjahr 2009 haben die beiden Vortriebsmaschinen „Otto“ und „Jenny“ nach insgesamt fast 10 Kilometern Tunnelvortrieb ihre Zielpositionen in der Gemeinde Wiesing erreicht.

Seit Sommer 2007 haben sich die rollenden Tunnelfabriken unaufhörlich durch den Inntalboden vorgearbeitet. Mit den Durchschlägen im Februar aus Richtung Osten und im April aus Richtung Westen ist der gesamte Vortrieb der Eisenbahntunnels für den ersten Ausbauschritt im Tiroler Unterinntal abgeschlossen. Rund 30 Kilometer Tunnel für die neue Unterinntalbahn sind erfolgreich ausgebrochen.

Start der eisenbahntechnischen Ausrüstung

Noch laufen im Bereich Radfeld komplexe Arbeiten für die Verknüpfung der Tunnel mit der bestehenden Eisenbahnstrecke. Auch die Betoninnenschale der maschinell aufgefahrenen Tunnel muss noch eingebaut werden, und verschiedene Servicetunnel und Schächte sind noch nicht hergestellt. Doch bereits Ende 2008 ist die Arbeit für die ersten Gewerke der eisenbahntechnischen Ausrüstung angelaufen.
Mit dem Start der Grundausrüstung der zukünftigen Bahntunnel schlägt die Brenner Eisenbahn GmbH (BEG) ein neues Kapitel der Projektumsetzung im Tiroler Unterinntal auf. In einem ersten Arbeitsschritt erfolgt der Gleisunterbau, darauf abgestimmt errichten die beauftragten Unternehmen Technikgebäude sowie Lärm- und Erschütterungsschutzanlagen.
Für die Grundausrüstungsarbeiten hat die BEG die Arbeitsgemeinschaft Alptransit Brenner beauftragt, die 210 Facharbeitern einen Arbeitsplatz bietet. Weitere Ausrüstungsaufträge wie Sicherungstechnik, Stromversorgung, Stellwerke, Oberleitung und Signaltechnik befinden sich in Vorbereitung.

 

Fakten & Zahlen zur Ausrüstung
42
 Technikgebäude
31.000 m²
 Lärmschutz
1.200 km
 Kabelnetz
170 km
 Schienen
80.000 m
 Masse-Feder-System
260 Mio.
 Auftragsvolumen für Grundausrüstung
7
 weitere Ausrüstungslose für Fertigstellung


 

 

 

 



 

 

 

 


Trassenauswahlverfahren für zweiten Ausbauschritt

Die deutlichen Arbeitsfortschritte beim Bau der neuen Unterinntalbahn zwischen Kundl und Baumkirchen sowie die Entwicklungen in Richtung Bau des Brenner Basistunnel sind Grundlagen für den Start der Planungsaktivitäten zum Bahnausbau von Kundl bis zur Staatsgrenze bei Kufstein. Seit 2005 ist ein Team von BEG-Ingenieuren mit der Entwicklung einer neuen rund 23 Kilometer langen Trasse befasst. In einem Auswahlverfahren hat das Planungsteam gemeinsam mit den Gemeinden der Region objektive Entscheidungsgrundlagen für die Bewertung von Trassierungsvorschlägen erarbeitet. Aktuell verfolgt das Entwicklungsteam noch vier Varianten.

Bei verschiedenen Informationsveranstaltungen hat die BEG den Planungsstand im Sommer 2008 öffentlich präsentiert. Die dabei gewonnenen Verbesserungsvorschläge aus der Bevölkerung werden derzeit bewertet und eingearbeitet. Noch 2009 rechnet die BEG mit einem Abschluss des Auswahlverfahrens.

ÖBB Infrastruktur Bau AG Betriebsführerin der BEG

Die Straffung der Unternehmenslandschaft im Eisenbahnbereich ist eines der Ziele des österreichischen Bundesbahnstrukturgesetzes. Auf dessen Basis ist die BEG seit 2007 eine Tochterfirma der ÖBB Infrastruktur Bau AG. Ein gemeinsam beschlossener „Betriebsführungsvertrag“ regelt seit Jänner 2008 die weitere Zusammenarbeit: Die BEGMitarbeiter sind in den Personalbestand der ÖBB Bau AG übergetreten und setzen im Auftrag der BEG ihre Arbeit am Projekt der neuen Unterinntalbahn fort. Vorteile dieser organisatorischen Neuorientierung liegen in der Bereinigung zahlreicher Schnittstellen mit dem ÖBB-Konzern, die sich in der Phase der Ausführung und Inbetriebnahme der Neubaustrecke zwischen Kundl und Baumkirchen ergeben.





  
 
   
 
    
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