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"transfer" 01|2009 – Der Südzulauf in Südtirol

  Der Südzulauf in Südtirol




 

 

Drei der fünf Baulose für den 193 km langen Südzulauf zum Brenner Basistunnel (BBT) liegen auf Südtiroler Gebiet. Die einzelnen Lose befinden sich in unterschiedlichen Projektphasen.

Franzensfeste – Waidbruck

Dieses Baulos wurde ebenso wie die Umfahrung Bozen am 30. August 2007 vom Interministeriellen Komitee zur wirtschaftlichen Planung (CIPE) in Rom genehmigt. Nachdem das erste Vorprojekt zur Realisierung der beiden Abschnitte bereits 2003 erstellt worden war, soll nun endlich im Frühjahr 2009 die Projektierung aufgenommen und eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Landes Südtirol und der Italienischen Staatsbahnen eingesetzt werden. Bei ersten Treffen mit betroffenen Bürgermeistern wurde die Absicht unterstrichen, die Planung gemeinsam mit der Bevölkerung durchzuführen und eine kontinuierliche Projektinformation einzurichten.

Das Los Franzensfeste – Waidbruck ist Teil der von der italienischen Regierung definierten prioritären Projekte. Es besteht aus zwei getrennten Tunneln. Der erste reicht vom Bahnhof Franzensfeste bis zur Einfahrt in das Vilnössertal. Dort wird die Zulaufstrecke mit Hilfe einer Brücke das Tal queren und in einen Folgetunnel bis nach Waidbruck münden. Für beide Tunnel muss im Rahmen der Projektierung der beste Ort für einen Fensterstollen ermittelt werden. Auf Waidbrucker Gebiet mündet die Strecke in den bestehenden Schlerntunnel. Diesem Abschnitt wird größte Aufmerksamkeit geschenkt; die Planung wird in enger Absprache mit den Gemeindevertretern erfolgen.

Allgemeines Ziel ist es, im Jahr 2013 mit den Bauarbeiten an diesem Teilstück zu beginnen, um es gleichzeitig mit dem BBT fertigstellen zu können.

Umfahrung Bozen

Mit der Errichtung eines Tunnels zwischen Kardaun und Branzoll können alle Güterzüge südöstlich an Bozen vorbeifahren. Der Bau der Umfahrung ist wesentlich einfacher und die Bauzeit kürzer als jene des BBT. Auch dieses Baulos soll gleichzeitig mit dem BBT abgeschlossen werden. Der Baubeginn wurde auf das Jahr 2014 festgesetzt.
Der Verlauf der Trasse wurde bereits im Rahmen der Vorstudien definiert. Jetzt muss die Detailplanung erfolgen.
 

Derzeit werden die Probebohrungen (Foto: Bohrkerne aus Mazon) ausgewertet und ein hydrogeologisches Modell erstellt. Nach Vorliegen der Ergebnisse im Frühjahr 2009 wird der Variantenvergleich durchgeführt und die gesamtheitlich beste Variante ausgewählt. Anschließend werden in Abstimmung mit der Arbeitsgruppe die Umweltauswirkungen bewertet, die Trasse optimiert und erforderlichenfalls das Naturverträglichkeits-prüfungsverfahren eingeleitet. Die voraussichtlich im Spätherbst 2009 vorliegende Machbarkeitsstudie mitsamt Umweltbericht bilden die Grundlage für das Verfahren zur Eintragung der Präferenzvariante in den Bauleitplan.

  

Südtiroler Unterland

Für den Abschnitt zwischen Branzoll und Salurn erfolgt derzeit die Trassenfestlegung im Rahmen einer Machbarkeitsstudie. Grundlage dieser Studie ist die Vereinbarung vom 11. Dezember 2007 zwischen Infrastrukturministerium, RFI und der Autonomen Provinz Bozen, in der auch der Abschnitt Branzoll – Trient Nord als prioritäres Baulos Nr. 5 eingestuft wurde.
Zu Beginn der Planungsarbeiten wurden eine interdisziplinäre technische Steuerungsgruppe sowie eine Arbeitsgruppe als beratendes Gremium für die Strategische Umweltprüfung eingerichtet. Die Planungsgrundlagen wurden analysiert und die Bewertungsmethodik für den Variantenvergleich festgelegt.
Im Sommer 2008 lagen die ersten Trassenentwürfe vor, wurden arbeitsgruppenintern und mit der Provinz Trient abgestimmt und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Basierend auf den eingebrachten Stellungnahmen und einer vertieften Datengrundlage wurden die Trassenvarianten überarbeitet. Bei den zu vergleichenden Varianten handelt es sich zum Einen um einen Tunnel entlang der orografisch linken Bergflanke, die von der Umfahrung Bozen kommend im Tunnel nach Süden weitergeführt wird, zwei kleine offene Abschnitte aufweist und in den geplanten Tunnel der Provinz Trient übergeht. Untersucht werden auch zwei eingehauste Varianten entlang der Etsch und der Autobahn, zwei Kombinationsvarianten zwischen Tunnelvariante im Norden und Etsch bzw. Autobahn im Süden sowie eine Variante entlang der bestehenden Eisenbahntrasse.

 


 
 
    
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