Ing. Ezio Facchin Vorstand BBT SE | | Mit dem zweigleisigen Ausbau der Strecke Bologna – Verona, die am 1. Oktober von Verkehrsminister Altero Matteoli im Beisein der lokalen Institutionen und der FS-Führung eingeweiht wurde, ist der im Mai 2002 mit dem ersten Abschnitt Nogara – Ca‘ di David begonnene Ausbau abgeschlossen. Das Projekt beinhaltet unter anderem eine zweite Brücke über den Po. Auf einer Länge von 114 Kilometern verfügt die Strecke nun über einen einheitlichen Standard und ermöglicht eine Reisegeschwindigkeit bis zu 200 km/h. Sowohl der regionale als auch national Bahnverkehr kann ausgebaut werden. Mit je sechs Bahnhöfen und Haltestellen, zahlreichen Unterführungen und Ausweichgleisen, wurde dieser Abschnitt während der letzten sieben Jahre stufenweise ausgebaut. Der FS-Konzern hat über 1 Milliarde Euro investiert. Die Strecke Verona – Bologna ist mit einem automatischen Zugsicherungssystem ausgestattet, das eine sichere Fahrt auf beiden Gleisen und in beiden Richtungen ermöglicht. Sämtliche Stellwerke und Streckensicherungsanlagen werden mittels Zugleitsystems ferngesteuert. Die Betriebsführungszentralen befinden sich in Bologna und Verona. Als Bestandteil des Korridors 1 Berlin – Palermo und Kreuzungspunkt mit dem Korridor 5 Lissabon – Kiew nimmt dieser Streckenabschnitt auf europäischer Ebene eine strategische Position ein. Durch eine Erhöhung der Transportkapazität auf 240 Züge pro Tag und eine Verkürzung der Reisezeit zwischen Bologna und Verona um 35 Minuten wird ein wesentlicher Beitrag zur Optimierung der Nord-Süd-Verbindungen geleistet. Ab Dezember werden sich die Reisezeiten mit Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitsstrecke Bologna – Florenz verkürzen: 30 Minuten zwischen Bologna und Rom, 45 Minuten zwischen Verona und Rom. Die neuen Streckenabschnitte zwischen Verona und Franzensfeste als Fortsetzung des Brenner Basistunnels sowie zwischen Treviglio und Padua sind Teil des neuen Projekts der italienischen Bahn in den kommenden Jahren. |