 | | Am 18. Mai 2009 haben in Rom die Verkehrsminister Deutschlands, Österreichs und Italiens, die Regierungschefs der Länder und Provinzen von Bayern bis Verona sowie die Vorstände der Eisenbahninfrastrukturunternehmen eine gemeinsame Absichtserklärung zum Brenner- Aktionsplan (BAP) 2009 unterzeichnet. |
| | | In der Absichtserklärung beauftragen die Unterzeichner die Brennerkorridor-Plattform (BCP) mit der Koordinierung der Bemühungen um die wichtige Nord-Süd-Achse auf Basis des BAP 2009. Dieser Auftrag markiert einen Höhepunkt der Bemühungen des durch einen tragischen Unfall kurz darauf verstorbenen Koordinators Karel Van Miert. Ihm ist es mit der Gründung der BCP gelungen, alle Beteiligten an einem Tisch zu versammeln, um den Brennerkorridor mit Hilfe eines umfassenden, Schiene und Straße integrierenden Ansatzes weiterzuentwickeln. Die BCP wird nun die zeitgerechte Umsetzung der im BAP 2009 beschriebenen 50 konkreten Maßnahmen bis zur Inbetriebnahme des Brenner Basistunnels im Jahr 2022 koordinierend begleiten und den Aktionsplan fortschreiben. Ziel ist die kontinuierlich stärkere Verlagerung der Verkehre auf die Schiene. Das richtungweisende internationale Mandat der BCP ebnet den Weg für dieses wichtige europäische Infrastrukturprojekt. Die bayerische AGBPräsidentschaft verbindet hiermit vor allem auch die Erwartung, dass nun endlich die Planungen zum Brenner-Nordzulauf auf deutscher Seite aufgenommen werden. Die Aktionsgemeinschaft Brennerbahn will die Arbeit der BCP nach Kräften unterstützen. AGBPräsident Martin Zeil hat sich gegenüber EU-Vizepräsident Tajani für eine rasche Besetzung der vakanten Koordinatorenposition eingesetzt, damit die bewährte Arbeit der BCP im Sinne von Karel Van Miert nahtlos weitergeführt wird. Großer Andrang herrschte am 13. September 2009 auf der Baustelle für den BBT-Pilotstollen in Mauls. Das Interesse am Brenner Basistunnel übertraf alle Erwartungen: Rund 3.500 Besucher reisten aus Südtirol, dem Trentino und Tirol nach Mauls, um sich persönlich ein Bild von den Arbeiten am Erkundungsstollen zu machen. Nicht nur mit eigenen Fahrzeugen, auch per Bahn und mit Shuttlebussen kamen die Tunnelbesucher auf die Baustelle. Als Auftakt zelebrierte Pater Pius, Pfarrer von Mauls, für die Besucher und Bauarbeiter eine Heilige Messe. Hauptattraktion der Veranstaltung war natürlich die Besichtigung des kürzlich fertiggestellten Fensterstollens mit einer Gesamtlänge von ca. 1.800 m. Die Besucher hatten die Möglichkeit an einer Tunnelfahrt teilzunehmen, die sie zur Ortsbrust brachte. Mittels Audio-Video-Installationen wurde dort die Sprengung für den Vortrieb des Zugangstunnels simuliert. Auf dem gesamten Baustellenbereich konnten sich die Besucher zudem umfassend über das Projekt Brenner Basistunnel informieren. An verschiedenen Infoständen standen auch die Techniker der BBT SE den Interessierten Rede und Antwort zum Projekt. Im wahrsten Sinne des Wortes wurden die Bauarbeiten zum Brenner Basistunnel für jeden greifbar. |